CAS Gewaltprävention erfolgreich abgeschlossen
Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Ich habe den CAS Gewaltprävention an der ZHAW erfolgreich abgeschlossen und durfte mein Diplom entgegennehmen.
Die Weiterbildung war für mich weit mehr als ein zusätzlicher Abschluss. Sie hat mir ermöglicht, meine langjährige Praxiserfahrung aus Polizei, Selbstverteidigung, Boxtraining und Erwachsenenbildung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen der Gewaltprävention zu verbinden.
Dieses Wissen fliesst künftig direkt in die Workshops und Schulungen von Be Ready ein.

Gewaltprävention beginnt vor der Eskalation
Gewaltprävention bedeutet nicht nur, auf körperliche Gewalt zu reagieren. Sie beginnt viel früher: beim Erkennen von Grenzverletzungen, beim Wahrnehmen von Mobbing, beim Einschätzen von Risiken und beim Wissen, wie in einer schwierigen Situation sicher gehandelt werden kann.
Gerade Jugendliche erleben im Schulalltag Situationen, in denen andere Personen beleidigt, ausgegrenzt, bedroht oder körperlich angegriffen werden. Viele beobachten solche Vorfälle, greifen aber nicht ein. Häufig fehlen ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten oder sie haben Angst, selbst zum Ziel zu werden.
Genau hier setzt mein neu entwickeltes Gewaltpräventionsprogramm an.
Zivilcourage kann gelernt und trainiert werden
Im Rahmen meines Leistungsnachweises habe ich ein wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Programm zur Förderung von Zivilcourage und Selbstwirksamkeit bei Jugendlichen entwickelt.
Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen oder unüberlegt in eine Auseinandersetzung einzugreifen. Verantwortungsvolles Handeln kann beispielsweise bedeuten:
weitere Personen gezielt anzusprechen,
Unterstützung durch Erwachsene zu organisieren,
die Polizei oder andere Fachstellen zu alarmieren,
betroffenen Personen beizustehen,
eine Situation aufmerksam zu beobachten und
Vorfälle anschliessend zu melden.
Jugendliche sollen lernen, dass es nicht nur die Wahl zwischen riskantem Eingreifen und passivem Wegschauen gibt. Es stehen ihnen unterschiedliche sichere und wirksame Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Erkennen–Entscheiden-Handeln
Das Programm richtet sich insbesondere an Jugendliche der Sekundarstufe I und folgt einem einfachen, verständlichen Ablauf:
Erkennen
Die Jugendlichen lernen, Gewalt, Mobbing und Grenzverletzungen frühzeitig wahrzunehmen und Situationen richtig einzuordnen.
Entscheiden
Sie üben, Risiken abzuschätzen, den Eigenschutz zu berücksichtigen und verschiedene Handlungsmöglichkeiten gegeneinander abzuwägen.
Handeln
In Fallbeispielen, Gruppenarbeiten und Rollenspielen werden konkrete, sichere und verantwortungsvolle Reaktionen trainiert.
Reflektieren
Die Jugendlichen besprechen ihre Erfahrungen, erhalten Rückmeldungen und überlegen, wie sie das Gelernte in ihrem Alltag anwenden können.
Das Programm verbindet kurze Theorieinputs mit realistischen Fallbeispielen, Diskussionen, Rollenspielen, praktischen Übungen und gemeinsamer Reflexion. Dadurch wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern direkt erlebbar und anwendbar gemacht.
Selbstwirksamkeit als wichtiger Schutzfaktor
Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die Förderung der Selbstwirksamkeit. Jugendliche sollen erfahren, dass ihr Verhalten einen Unterschied machen kann.
Wer geeignete Handlungsmöglichkeiten kennt und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickelt, kann in schwierigen Situationen eher Verantwortung übernehmen. Dabei können bereits kleine Schritte eine grosse Wirkung entfalten.
Das Ziel ist nicht, Jugendliche zu Heldentaten zu ermutigen. Sie sollen lernen, besonnen, sicher und situationsgerecht zu handeln.
Ein praxisnahes Angebot für Schulen
Das Gewaltpräventionsprogramm kann an die Bedürfnisse einer Klasse oder Schule angepasst und beispielsweise als Workshop, Projekttag oder Teil einer Präventionswoche durchgeführt werden.
Mögliche Schwerpunkte sind:
Zivilcourage und Hilfeverhalten
Gewalt und Grenzverletzungen erkennen
Mobbing und Gruppendynamik
Selbstbehauptung und Selbstwirksamkeit
Eigenschutz und sic
here Intervention
Kommunikation und Deeskalation
praktische Fallbeispiele aus dem Schulalltag
Auf Wunsch können Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende und weitere Fachpersonen in die Planung und Nachbereitung einbezogen werden.

Theorie und Praxiserfahrung sinnvoll verbinden
Durch den CAS Gewaltprävention konnte ich mein bestehendes Fachwissen weiter vertiefen und meine Angebote wissenschaftlich fundiert weiterentwickeln.
Meine Erfahrung aus neun Jahren Polizeiarbeit, meiner Tätigkeit als Ausbildnerin sowie aus zahlreichen Selbstverteidigungs-, Sicherheits- und Präventionsschulungen bildet dafür eine wichtige Grundlage. Gleichzeitig ist es mir ein grosses Anliegen, moderne Präventionsarbeit nicht nur aus der Perspektive der Sicherheit, sondern auch aus pädagogischer und entwicklungsorientierter Sicht zu gestalten.
Ein herzliches Dankeschön gilt der ZHAW, den Lehrpersonen sowie meinen Mitstudierenden für die wertvollen fachlichen Impulse, den offenen Austausch und die spannende gemeinsame Zeit.
Interesse an einem Gewaltpräventionsworkshop?
Schulen, Organisationen und Fachstellen können das neue Gewaltpräventionsprogramm individuell an ihre Zielgruppe und ihre zeitlichen Möglichkeiten anpassen lassen.
Gerne bespreche ich in einem unverbindlichen Austausch, welcher Schwerpunkt und welcher Umfang für Ihre Schule oder Institution sinnvoll sind.
Be Ready – erkennen, entscheiden und sicher handeln.





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